Herren

Wieder in Schlussphase Punkt verspielt


Inzell. Nichts für schwache Nerven war die Kreisliga-Begegnung des SC Inzell gegen die Gäste aus Piding. Beide Teams wussten um die Bedeutung dieser Partie, denn nur ein Sieg konnte weiterhelfen, um im Tabellenkeller einen Schritt nach vorne zu machen. Es entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe, bei dem beide Mannschaften den Platz als Sieger hätten verlassen können. Am Ende bewies Inzells Trainer Michel Hernandez ein glückliches Händchen mit der Einwechslung von Siegtorschütze Andi Panitz, der zum späten 3:2 einnetzte. So glitt dem ASV erneut erst in der Schlussphase ein Punkt durch die Finger. Die Platzverhältnisse waren keineswegs optimal, denn der Dauerregen hatte den Rasen aufgeweicht. Überraschenderweise kamen die Akteure damit aber gut zurecht und es entwickelte sich ein flotter Kreisligakick mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Die erste Topaktion hatten die Hausherren bereits in der 3. Minute durch Christian Lang, der allein vor dem Pidinger Gehäuse auftauchte, doch aus sechs Metern ASV-Keeper Daniel Miethsam anschoss. Besser machte es SC-Torjäger Fabian Zeidler, der nach einem Traumpass von Michi Schaffler souverän für die 1:0-Führung sorgte (10. Minute).
Piding zeigte sich vom Rückstand nicht allzu sehr geschockt und versuchte seinerseits Akzente zu setzen. Als SC-Torhüter Pirmin Gollinger beim Versuch einer Faustabwehr die Flugbahn des Balles falsch einschätzte, landete ein Knaller von Michael Maske zum 1:1-Ausgleich im Netz (18.). Es ging weiter hin und her. Auf Inzeller Seite verzog Christian Lang seinen Schuss knapp am linken Pfosten vorbei.
Lediglich 20 Minuten waren gespielt, da hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Zunächst scheiterte Michi Flatscher an einer starken Parade von Gollinger, der das Leder mit den Fingerspitzen über den Querbalken bugsierte. Kurz danach war Michael Maske halbrechts völlig frei, zielte aber knapp neben den linken Pfosten. Wie es gehen kann, zeigte auf der Gegenseite Andi Dießbacher. Er nahm genau Maß und wuchtete die Kugel aus zehn Metern unhaltbar für Miethsam rechts oben ins Netz – 2:1 (24.).
In der 34. Minute war wieder der ASV an der Reihe: Hans Freimanner setzte sich auf der linken Seite geschickt durch, fand aber seinen Meister in Pirmin Gollinger, dessen reflexartige Fußabwehr einen weiteren Gegentreffer verhinderte. Die Möglichkeit zum Ausbau der Führung ergab sich für die Hernandez-Elf zwei Minuten später. Christian Lang schickte auf der rechten Seite Fabian Zeidler, doch anstatt auf den mitgelaufenen und völlig freien Michi Schollerer querzulegen, versuchte er es selbst und scheiterte an Daniel Miethsam. Kurz vor dem Wechsel machte Piding nochmal Druck. Torwart Gollinger klärte einen 20-Meter-Hammer von Michi Flatscher zur Ecke. Diese brachte Peter Freimanner nach innen zu Georg Weiser, dessen Kopfball jedoch nur die Latte traf.
Etwas kurios fiel der Ausgleich zu Beginn der zweiten Halbzeit und brachte so die Kastner-Truppe wieder ins Spiel. Peter Freimanner legte sich das Leder zum Freistoß zurecht und schlug den Ball aus 35 Metern in der Strafraum. An Freund und Feind vorbei flog das Spielgerät neben dem rechten Pfosten zum 2:2- Zwischenstand in die Maschen (50.). Fast hätte der Pidinger Spielmacher nur drei Minuten später einen drauf gesetzt, aber sein Schuss aus 16 Metern flog knapp am Inzeller Tor vorbei. Die rund 70 Zuschauer merkten beiden Mannschaften an, dass ihnen ein Unentschieden nicht genug war – es ging weiter munter hin und her. Miethsam konnte einen Knaller von Inzells Kapitän Armin Dumberger nicht festhalten, Raphael Buchauer war zur Stelle, scheiterte jedoch diesmal am ASV Keeper. Die Topchance hatte in der 76. Minute Fabian Zeidler mit einer Direktabnahme aus acht Metern nach einer Dumberger-Flanke, doch Miethsam zeigte seine Reaktionsschnelligkeit. Die nächste gute Aktion hatten die Hausherren drei Minuten später durch den eingewechselten Andi Panitz, der ein Zeidler-Zuspiel annahm, aber ebenfalls in Miethsam seinen Meister fand. Besser machte es Panitz dann in der 81. Minute nach einer Flanke von Dumberger von der linken Seite. Panitz wuchtete einen Kopfball gegen die Laufrichtung des ASV-Torhüters zum 3:2- Siegtreffer in die Maschen. Piding hatte noch eine gute Aktion durch Michi Flatscher, der einen Pass von Markus Möstl allerdings nicht verwerten konnte und das Leder über dem Inzeller Kasten platzierte. So blieb es beim für Inzell enorm wichtigen Sieg, der vielleicht auch ein wenig glücklich ausfiel. Piding war auf jeden Fall auf Augenhöhe, wird aber in den nächsten Wochen auch das notwendige Glück brauchen, um vom letzten Tabellenplatz wegzukommen.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt - Wegscheider

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