Herren

ASV Piding gibt wieder alles aus der Hand


Piding. Vom Anpfiff weg gab Traunreut Vollgas, zunächst fand Piding kein Gegenmittel. Rund 70 Zuschauer, viele waren aus der Siemensstadt herübergekommen, sahen rund 25 Minuten eine einseitige Kreisliga 2-Angelegenheit. Doch die Gäste belohnten sich nicht. Keeper Daniel Miethsam fischte fast alle Flanken sicher runter, und auch einige Fernschüsse der TuS-Offensive landeten in den Fängen des ASV-Schlussmanns. Unersättlicher Antreiber des Traunreuter Spiels war wie erwartet Ersel Aydinalp, der selbst Abschlüsse suchte, aber auch klug seine Nebenleute einsetzte: Doch die Versuche von Jonas Ajal und Simon Maier verpufften ebenfalls ergebnislos.
In der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs fanden die Pidinger etwas mehr Räume, verschafften sich Luft nach vorn: Peter Freimanners starker Abschluss nach einer Flanke von Manuel Maske rauschte abgefälscht über den Kasten von TuS- Goalie Andreas Szanda (32.). Pidings Coach Viko Kastner musste auf den privat verhinderten Torjäger Hansi Freimanner verzichten, verletzt fehlten ihm Engelbert Koch und Xaver Wachs. Fünf Minuten vor der Pause sah der Teamchef, wie Ersel Aydinalp die Kugel aus 30 Metern auf die Lattenoberkante bugsierte (40.). Im Gegenzug hätten jedoch die Violetten in Führung gehen müssen: Eine feine Kombinationsvorleistung von Michi Flatscher und Pepe Freimanner brachte Michi Maske allein auf weiter Flur nicht hinter die Linie (41.).
Abschnitt zwei konnten die Hausherren ausgeglichener gestalten, der ganz große Offensivwirbel der Grün-Weißen von Coach Harald Mayer war verflogen. Phasenweise wirkte die Partie jedoch sehr zerfahren, noch einmal touchierte ein TuS-Versuch die Querstange (69.). 100 Sekunden drauf schoss der eingewechselte Martin Reichenberger aus acht Metern Keeper Szanda an, Stefan Beranek hatte stark vorbereitet (71.). Weitere sechs Minuten später war die Welt des Aufsteigers plötzlich in Ordnung: Michi Flatscher tankte sich rechts durch, gab die Kugel flach zur Mitte, dort stand Pepe Freimanner goldrichtig – 1:0 (78.).
„Unnötigerweise wurden wir – warum auch immer – ausgerechnet mit der Führung im Rücken nervös“, so ASV- Abteilungsleiter Anderl Reichenberger. Möglicherweise ist das die zwangsläufige Unsicherheit eines Tabellenschlusslichts, denn einmal mehr gab Piding ein Spiel in der Schlussphase aus der Hand. Ein hoher Ball der Traunreuter über die ASV-Abwehr hinweg fand den ausgebufften Ersel Aydinalp. Der 26-jährige Top-Akteur der Gäste schob zum Ausgleich ein – 1:1 (85.). Alles rechnete schon mit einem Remis – „es wäre gerecht gewesen“, so Reichenberger – als Aydinalp gleich nochmal zuschlug. Sein zweiter Treffer zum 2:1-Sieg des TuS war eine Kopie des ersten, der freilich für Frust im heimischen Violettlager sorgte. Denn Piding bleibt sieglos, nach neun Spielen stehen erst drei Zähler zu Buche.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt - Bittner

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