Herren

Remis, das im Abstiegskampf keinem hilft


Hammerau. Auch wenn im Kreisligaspiel zwischen dem Club und den Violetten am Mittwochabend keine Tore fielen, so bot das Lokalderby vor allem im zweiten Durchgang einen abwechslungsreichen und sehr spannenden Abstiegskrimi. Der Gastgeber FC Hammerau erspielte sich gegen den ASV Piding unterm Strich mehr klare Torchancen, schlug sich am Ende jedoch vor lediglich rund 200 Zuschauern noch fast selbst. Es dauerte zunächst, bis das mit Spannung erwartete erste Aufeinandertreffen der beiden Teams seit zwölf Jahren an Fahrt aufnahm. Beide Kontrahenten riskierten vorerst lange Zeit zu wenig und konnten so keinen großen Druck auf das gegnerische Tor aufbauen. Abschlüsse von Hans Freimanner (4. Minute) und Xaver Wachs (21.) für den ASV sowie von Stefan Eisenreich (10.) und Tobias Kiontke per Kopf (19.) beim Club sorgten nicht wirklich für Gefahr und stellten die wenigen Höhepunkte der verhaltenen Anfangsphase dar. Der Druck nach dem beiderseits dürftigen Saisonstart war offensichtlich hoch, sodass beide Teams vor allem Fehler vermeiden wollten. Stattdessen wurden viel lange Bälle von den jeweiligen Abwehrreihen ohne Not geklärt.
Erst Mitte der ersten Halbzeit kam Hammerau besser in die Partie und konnte sich einige Chancen erspielen. Zunächst konterte die Elf von René Pessler nach einer Pidinger Standardsituation schnell über Lukas Rzepecki, der auf Eisenreich weiterleitete. Der schnelle Angreifer schloss aus 16 Metern ins kurze Eck ab und zwang Daniel Miehtsam zu einer starken Parade (23.). Versuche aus der Distanz von Manuel Weiß (26.) und Arthur Hohla (32.) parierte der ASV-Keeper ebenfalls sicher. Der FC schaltete nun schneller um und trug den nächsten Angriff über drei Stationen vor. Daniel Götzinger hatte halbrechts im Strafraum nur noch Miethsam vor sich, setzte das Leder jedoch am langen Pfosten vorbei (33).
Die Partie nahm endlich Fahrt auf. Die beste Chance der ersten Halbzeit erspielten sich dabei die Violetten von Trainer Viktor Kastner. Einen Steilpass konnte Hammeraus Torwart Roman Höfer im letzten Moment vor Hans Freimanner klären. Der Ball gelangte allerdings zum starken Wachs, der an der Strafraumlinie das leere Tor vor sich hatte. Im letzten Moment konnte der zurückgeeilte Florian Schwaiger den Abschluss kurz vor der Linie klären (38.). Der Club antwortete noch vor der Pause mit einem Lupfer von Kiontke, den Georg Wieser kurz vor dem Einschlag für den geschlagenen Miethsam per Kopf klären konnte (45.).
Hammerau war nun bereit, mehr zu riskieren und zeigte bis zur 69. Minute eine starke zweite Halbzeit. Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten jedoch dem ASV, als der Club die ein oder andere brandgefährliche Hereingabe in den Strafraum in höchster Not klären konnte. Fortan übernahmen die Gastgeber allerdings klar die Spielkontrolle. Nach einer schönen Flanke von Haris Solakovic legte Eisenreich zunächst mit guter Übersicht per Kopf auf Rzepecki zurück. Den Abschluss aus wenigen Metern blockte ein Abwehrspieler im letzten Moment. Der fällige Eckball gelangte zu Eisenreich, der aus wenigen Metern abzog. In höchster Not warf sich Miethsam in den Schuss und klärte stark (50.). Wenige Minuten später setzte Eisenreich den nächsten Angriff per Kopf aufs Tornetz (52.).
Der Führungstreffer für den Gastgeber lag mittlerweile in der Luft. Eine weitere Flanke in den Pidinger Strafraum ließ Kiontke über den Scheitel rutschen und verfehlte das Tor nur knapp (58.). Besser machte es eine Minute später Solakovic. Seinen Abschluss von der Strafraumlinie fischte Miethsam jedoch reaktionsschnell aus dem kurzen Eck. In dieser Phase hatte der Club die Partie im Griff, bis sich die Elf von René Pessler unnötig selbst ausbremste und sich Manuel Weiß nach einem Kommentar in Richtung Schiedsrichter Mario Haßlberger die gelb-rote Karte einfing (69.). Während der FC nun den Faden verlor, wurde Piding stärker und drückte den Gastgeber in die Defensive. Als nach einer Ecke ein Kopfball von Georg Wieser nur um Millimeter über das Hammerauer Tor zischte, lag nun wiederum die Führung für die Gäste in der Luft (75.). Als dann aber der Pidinger Hans Freimanner nach wiederholtem Foulspiel ebenfalls frühzeitig mit einer gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde (82.), verpuffte auch diese Phase. Hitzig ging es nun in den Schlussminuten zu, wobei klare Torchancen jedoch ausblieben. Nach dreiminütiger Nachspielzeit pfiff Haßlberger am Ende ein spannendes aber torloses Derby ab. Trotz der großen Brisanz hatte der Unparteiische in einer unterm Strich für Derbyverhältnisse fairen Partie alles souverän im Griff. Freudige Gesichter suchte man im Hammerauer Rund am Ende vergeblich. Schließlich hilft das gewonnene Pünktchen keinem der beiden, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen. Die Lage bleibt für beide BGL-Teams prekär.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt

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