Herren

ASV holt ersten Kreisliga- Punkt


Piding. Der ASV Piding hat es geschafft: Der Aufsteiger konnte am Freitagabend seinen ersten Kreisliga-Punkt verbuchen. Das Gleiche gilt für die Gäste aus Altenmarkt. Allerdings verließen am Ende beide Mannschaften mit gemischten Gefühlen den Pidinger Platz: Denn sah in diesem Duell der bisherigen Null- Punkte-Teams zunächst der TSV nach einer durchaus verdienten 2:0-Halbzeitführung wie der Sieger aus, krempelten die Platzherren nach der Pause die Ärmel hoch und glichen gleichfalls verdient aus. Schließlich hatten beide Seiten den Siegtreffer mehrfach auf dem Schlappen – und so fühlte sich das Remis sowohl für die Violetten als auch für die Alzkicker sogar ein bisschen wie eine Niederlage an.
Das Pidinger Problem, vor allem in den ersten 45 Minuten, manifestierte sich in einem Namen: Sebastian Leitmeier – Coach und der Spieler schlechthin im Trikot des TSV Altenmarkt. Den großen Routinier bekam die ASV-Abwehr einfach nicht in den Griff, der Ex-Bayernliga-Akteur spielte mit den Verteidigern in Violett phasenweise Katz und Maus. Schon in der 4. Minute hätte ein Zufallsabpraller fast zum 0:1 aus ASV-Sicht geführt, Goalie Matthias Frauenlob rettete in höchster Not gegen Leitmeier. Augenblicke darauf legte sich auf der anderen Seite Manuel Maske die Kugel zu weit vor (5. Minute). Die weiten Bälle, mit denen die Kastner-Elf operierte, konnten noch nicht als gefährliche Nadelstiche verbucht werden, denn entweder kamen die Zuspiele nicht an, ein Abseitspfiff ertönte oder die TSV- Hintermannschaft klärte souverän.
Matthias Frauenlob hatte in der Folge gut zu tun, eine Doppelchance von Lucio Williams und Marcus Keiner vereitelte der Pidinger Schlussmann stark (12.). Danach konnten sich die Platzherren etwas befreien, doch genau in diese Phase fiel die Altenmarkter Führung: Ein 50-Meter-Befreiungsschlag landete bei Leitmeier, der aus 20 Metern – von Georg Wieser noch bedrängt – schnörkellos und wuchtig abzog. Nach einem wahren Flatterflug musste Frauenlob das unberechenbare Leder passieren lassen – 1:0 (19.). Die schon tiefstehende Sonne, in die er blicken musste, störte ihn dabei nicht, wie er nach dem Schlusspfiff verriet.
Ex-Bayernliga-Akteur nicht zu halten
Torschütze Leitmeier war weiterhin nicht zu halten, einen super Pass des 32-Jährigen verpasste Lucio Williams um Millimeter (29.). Für Piding versuchte es Xaver Wachs nach feiner Vorarbeit von Hubert Bichlmaier und Michi Unterreiner fast schon mit einem Verzweiflungsschuss, sein 20-Meter-Kracher rauschte einen halben Meter links am TSV-Kasten vorbei (30.). Noch knapper verpasste Hansi Freimanner nach erneutem Bichlmaier-Zuspiel den Ausgleich, weil er die Kugel lediglich mit den Haarspitzen streifte (34.).
In Minute 39 fiel das 2:0 für den TSV, der von Johannes Schreiber am Seitenrand gecoacht wurde. Erneut war es ein Geniestreich von Sebastian Leitmeier: Wiederholt landete ein Befreiungsschlag beim Gästestürmer. Dessen Versuch Nummer eins konnte Georg Wieser noch blocken, Engelbert Koch eilte zu Hilfe, doch mit einem Drehschuss traf Leitmeier durch die beiden Verteidiger hindurch ins lange Eck. Bis zur Pause wirbelte er mit seinen Offensivkollegen Marcus Keiner und Williams weiter, Piding konnte den Schaden in Grenzen halten.
ASV-Coach Viktor Kastner reagierte, brachte mit Wiederanpfiff Stefan Beranek für Martin Reichenberger, der sich an allen Fronten aufgearbeitet hatte. Bis zum ersten Aufreger dauerte es nur drei Minuten, doch Manuel Maske fiel zu offensichtlich, so dass Referee Karl Scheitzeneder „Nein“ zum vom Pidinger Anhang geforderten Strafstoß sagte. Prompt hatte der Mann in Schwarz beim Heimpublikum einige Minuten einen schweren Stand, nahezu jeder Pfiff wurde lautstark bemängelt. Die Aufregung legte sich schlagartig, nachdem Hansi Freimanner den 1:2-Anschluss erzielt hatte (54.). Sein Bruder Peter hatte sich stark durch drei Altenmarkter getankt und die Lücke zum Torschützen gefunden. Der Treffer sorgte für neuen Mut im Pidinger Team, den unverhofften Schwung hätte Pepe Freimanner mit einem Top-Schuss fast sofort zum Ausgleich genutzt (56.).
Die Violetten drückten nun vehement und kamen dem 2:2 immer näher, Hansi Freimanner prüfte TSV-Keeper Daniel Obermayr, der nochmal Sieger blieb. Die Gäste stellten sicherheitshalber auf eine Fünfer-Abwehrkette um, der defensive Dominik Staller kam für Leanda Williams (59.). Sebastian Leitmeier blieb vorne jedoch ein ständiger Unruheherd, so dass die ASVler enorm aufpassen mussten. Der erfahrene Kicker hätte nach einem gewonnenen Laufduell mit Georg Wieser dann auch fast Tor Nummer drei nachgelegt – drüber (67.). Ein Foul von Josef Schmid am stark durchgebrochenen Engelbert Koch kam den Pidingern schließlich zu Hilfe. Schiedsrichter Scheitzeneder schaute sich erst noch genau an, ob das Vergehen innerhalb des Sechzehners stattfand und deutete schließlich entschlossen auf den Punkt. Nachdem Peter Freimanner zum Saisonauftakt beim 0:3 gegen Kay beim Stand von 0:0 einen Strafstoß vergeben hatte, probierte es diesmal der bestens aufgelegte Hubert Bichlmaier – und der Innenverteidiger verwandelte eiskalt zum 2:2 (71.). In der Schlussphase ging es hin und her, beide Mannschaften wollten den Siegtreffer, somit blieb das Tempo hoch und die 125 Zuschauer sahen eine stets rassige Kreisliga-Partie. Eine Co- Produktion von Stefan Beranek, der sich auf der linken Außenbahn sehenswert durchgekämpft hatte, und dem ebenfalls später gekommenen Moritz Reichl in der Mitte hätte eine Viertelstunde vor Schluss das 3:2 sein müssen. Es wurde bereits sehr dunkel, die Akteure behielten jedoch den Durchblick und zeigten noch einige starke Szenen – aber keine erfolgreichen Abschlüsse mehr: Marcus Keiner auf Altenmarkter (87.) sowie Manuel Maske und Georg Wieser auf Pidinger Seite (90.) vergaben die letzten guten Gelegenheiten zum Sieg.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt - Bittner

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